
Goldmark’s: Es gibt ein Mittel gegen schlechte Laune, das immer wirkt: Einen Auftritt der Liga der Gewöhnlichen Gentlemen besuchen.
Es ist zwei Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der sich ein großer Teil der Wähler für eine Partei entscheiden wird, deren Kern aus Hass, Ausgrenzung und Herabsetzung Anderer besteht. Im Goldmark’s zu Stuttgart könnte die Stimmung nicht gegensätzlicher sein. Die Liga der Gewöhnlichen Gentlemen aus Hamburg ist wahrscheinlich die ultimative Konsens-Band. Gefühlt haben alle Anwesenden gute Laune und gehen rücksichtsvoll miteinander um. Wenn man höflich Entschuldigung sagt, treten die Leute ohne murren zur Seite und lassen einen durch. Das Tanzen läuft achtsam ab und überall sieht man nur lachende und glückliche Gesichter.
Neben der Musik der Band, die eine positive Ausstrahlung versprüht ist dafür vor allem Sänger Carsten Friedrich verantwortlich. Charmant führt er durch das Programm und hat eigentlich zu jedem Song eine nette Anekdote zu erzählen. Da fehlt auch dir selbstkritische Einsicht nicht, dass eigentlich alle Liga-Lieder gleich klingen.
Da geht man gerne mit dem Worten des Songs „Es ist nett, nett zu sein“ nach Hause:
„Es ist nett, nett zu sein.
Ohne was zu wollen.
Es ist nett, nett zu sein.
Ohne Müssen, ohne Sollen
Einfach nur so.
Egal wann, egal wo.“
Liebe Liga, ich werde mich bemühen.
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