The Dwarves / Scumbag Roads, Stuttgart 10.07.2026

The Dwarves am 10.10.2026 im Goldmark’s in Stuttgart

Goldmark’s: Die Dwarves sind immer noch keine Band der Achtsamkeit und respektvoller Umgang wichtig ist. Dafür eine sehr gute Live-Band, die ihren Pop-Punk-Hardcore-Rock’n Roll professionell spielt. Scumbag Roads aus Günzburg präsentiert sich als gute Vorband.

Die Scumbag Roads eröffnen den Konzertabend mit ihrem geradlinigen, sehr treibenden Punkrock. Ich fühle mich aufgrund des Gesangsstils an aufgepeppte Ramones erinnert. Ansagen gibt es sehr wenige – für großen Unterhaltungswert sorgt das verschüttete Bier des singenden Gitarristen. Günzbug – da kommt die Band her—liegt doch in Bayern. Ist das da nicht ein Kapitalverbrechen? Musikalisch ist das nicht neu – aber gut dargeboten und durch das angezogene Tempo entwickelt das einen schönen Drive, der mir gut gefällt.

Das klassische Bandfoto als Einstieg für die Scumbag Roads
Der Drummer steuert auch Chorgesang bei

Das Publikum sieht das ähnlich: Je länger die Band spielt, desto besser kommt es beim Publikum an. Irgendwann wird dann vor der Bühne auch getanzt. Kein schlechtes Comeback der Band, die in den 90rt schon mal aktiv war. Siehe auch dieses alte Interview im Ox.

Der Bassist ist für die Bühnenaction zuständig
Der Frontmann der Scumbag Roads als Abschluss

Wichtiges Utensil ist heute Abend der Fächer, da es schon vor Konzertbeginn mollig warm im Goldmark’s ist. Diverse Frauen im Publikum sind damit ausgestattet und ich beneide sie darum. Vor der Bühne herrscht ein ziemlicher Fotografenauflauf. Neben Kalle Stille und mir ist da noch ein unbekannter junger Mann, der sogar zwei Fotoapparate dabei hat. Ich fühle mich, als ob mein Revier verletzt wird.

Wir starten mit dem jungen Gitarristen der Dwarves
Bassist Nick Oliver ist hauptsächlich für Kreischen zuständig

Dann die Dwarves – gefühlt sind es keine drei Jahre her, dass ich die Band das letzte Mal gesehen habe. Laut diesem Blog, ist das aber so. In der Zwischenzeit haben sie tatsächlich mehrere neue Platten veröffentlicht – das aktuelle Album heißt Jenkem und die Band bleibt ihrem Stil treu. Und das obwohl jetzt ein neuer Gitarrist dabei ist. Hewhocannotbenamed wurde schon 2023 von einem etwas älteren Herrn vertreten. Nun bearbeitet ein langhaariger, sehr junger Mann die Saiten. Er schwenkt gerne das üppige Haupthaar und kann alle Hits spielen. Unter anderem auch das von mir sehr geschätzte „Anybody out there“ vom „Sugarfix„-Album.

Sänger Glas Dahlia ist mir Brille eine andere Person
Zum Abschluss das Bandbild – vom Drummer habe ich kein gutes

Gleich geblieben sind die großmäuligen Ansagen: beste Band, Erfinder des Punkrock, längster Schwanz etc. Waren das nicht genau dies selben vor drei Jahren? Einstudiert ist auch das Set. Ich glaube, vor dem Drumkit liegt eine Setlist. Ansonsten brettert die Band durch ihr Programm.  Teilweise kaum eine Pause zwischen den Songs – jeder weiß was zu tun ist. Das Goldmark‘s ist gut gefüllt, aber nicht übervoll. Vor der Bühne ist was los, nicht zu heftig. Nach knapp 50 Minuten ist alles vorbei – ein gutes Konzert. Soll ich mir die Single mitnehmen? 15 Euro ist mir zu viel. Wir sehen uns vermutlich demnächst wieder.


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