Da hat sich was angestaut

Canned Wizardry in der Emma 23

Buschläufer / Canned Wizardry, Emma 23 30. Oktober 2021

Obwohl es kein Punk ist, wird beim Konzert der beiden Tübinger Bands in der Emma 23 kräftig gepogt. Da musste wohl mächtig Dampf aus dem Corona-Kessel.

Und dann fliegt ein aufblasbarer Plastikball von der Bühne und wird vom Publikum herumgeschleudert und hin und her geworfen. Die Stimmung ist sehr ausgelassen. Es gibt nichts zu meckern beim Auftritt der Indie-Rocker von Buschläufer aus Tübingen. Die Band ist gut gelaunt, das Publikum ist zahlreich erschienen und geht voll mit.

Buschläufer aus Tübingen
Buschläufer Gitarrist und Sänger
Der Plastikball fleißig hüpft über das Publikum

Da tanzt nicht nur der einzige anwesende Vollblutpunk mit Iro und Lederjacke Pogo. Obwohl der Tanzstil beim doch recht poppigen Rock-Sound der Band dafür nicht die erste Wahl ist. Ich gehe davon aus, dass die lange Phase ohne richtige Clubkonzerte dazu führt, dass exzessiv gefeiert wird.

Der Gitarrist meditiert
Der Vorzeigepunk ist ganz vorne mit dabei

Vermutlich bin ich mittlerweile paranoid, denn ich behalte fast das ganze Konzert über meine Maske auf. Wenn ich richtig gesehen habe als einziger Gast. 2G hin oder her – Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Negative Reaktionen ernte ich dafür nicht – eher Verständnis.

Der Schlagzeuger arbeitet hart
Alles, was unscharf ist, tanzt wie wild

Rockiger wird es dann beim Auftritt von Canned Wizardry, ebenfalls aus Tübingen. Vor knapp zwei Jahren haben sie übrigens schon einmal am gleichen Ort gespielt. Hier hört man auch mal Anklänge an die New Wave of British Heavy Metal. Liege ich da mit Saxon richtig?

Canned Wizards aus Tübingen
Ein weiterer hart arbeitender Drummer

Dazu noch einige Tempo-Wechsel und ruhigere Passagen – um dann das Rockbrett wieder heraus zu holen und das Publikum damit zu massieren. Das Digeridoo vom Auftritt 2019 ist auch noch dabei und das Publikum macht weiter fleißig mit und bewegt sich ausgiebig.

Die Band und das Publikum knien sich rein
Das Digeridoo schafft Atmosphäre

Später werde ich im Hinterhof beinahe von der ausgehängten Klotüre erschlagen. Vermutlich ist auf Rockkonzerten doch mehr los als auf Punk-Gigs und darunter leidet auch die Einrichtung.

Der zweite Gitarrist wird nicht vergessen
Auch die Emma-Crew strahlt

Als ich auf die Uhr sehe, ist es plötzlich Viertel vor drei. Schnell, schnell nach Hause. Die Zeit verging doch fixer als gedacht. Erst später am nächsten Morgen fällt mir auf, dass die Nacht durch die Zeitumstellung eine Stunde länger war.

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